Spielabend 102 – 11.08.2026 – Die Sieben Gezeichneten
Vom Maraskan-Massiv über den Amdeggyn-Pass an die Ostküste – 23. Praios bis 5. Rondra
Helden im Einsatz: Taranion, Yuki, Anshelm, Adson
Ausgangslage
Die Fährte im Massiv
An der Straße Tuzak–Boran
Über den Amdeggyn-Pass
Die Lichtung der Toten
Die Karte
Am Friedhof der Seeschlangen
Wochenlang hatte der Dschungel jeden Blick verschluckt, ehe die Wand aus Grün ohne Vorwarnung endete und die Gefährten am Rand der Klippe standen. Unter ihnen dampfte der Mangrovensumpf, und aus dem Schlick ragten die Rippenbögen längst verendeter Seeschlangen wie die Spanten gestrandeter Schiffe. Über der Landzunge erhob sich die Stufenpyramide gegen das gleißende Meer – und weit draußen, schwarz besegelt und in seinen eigenen Qualm gehüllt, lag der Viermaster vor Anker, als habe er auf sie gewartet.
Lagebesprechung – Erkenntnisse und offene Spuren
Entscheidung
Vom Maraskan-Massiv über den Amdeggyn-Pass an die Ostküste – 23. Praios bis 5. Rondra
Helden im Einsatz: Taranion, Yuki, Anshelm, Adson
Ausgangslage
- Aufbruch von der Endurium-Mine, rund 25 Stein Roherz auf alle vier verteilt
- Zwei maraskanische Rebellen begleiten die Gruppe noch ein Stück des Weges
Die Fährte im Massiv
- Beim Abstieg eine querfeldein gen Süden geschlagene Schneise entdeckt, die vom Weg abzweigt
- Hufspuren von mehr als zwei und weniger als acht Pferden, dazu Fußspuren zwischen einem Dutzend und einem Banner
- Alter der Fährte nicht näher einzugrenzen als ,,älter als eine Woche"
- Auskunft der Rebellen: Maraskani reisen zu Fuß und meiden Pferde – also eher eine mittelreichische Truppe
- Entschluss, der Schneise zu folgen; die beiden Rebellen kehren zu ihrer Sippe zurück
- An einer Hängebrücke über eine Schlucht des Roab zwei Leichen in den Wipfeln, an der Uniform als Drachengardisten erkennbar
- Die verfolgte Gruppe hat die Brücke mit Reit- und Lasttieren überquert
An der Straße Tuzak–Boran
- Auf der Straße verlieren sich die Spuren, jenseits der Straße findet sich keine Fortsetzung
- Taranion nimmt eine schwache magische Reststrahlung wahr, die der Straße nach Osten Richtung Passhöhe und Boran folgt
- Stärke und Alter sprechen für eine Enduriumlieferung, einige Wochen bis Monde zurückliegend, keine Jahre
- Ein Magier als Ursache lässt sich nicht völlig ausschließen; für Borbarad oder einen alten Drachen wäre die Strahlung zu schwach
Über den Amdeggyn-Pass
- Beschwerlicher Aufstieg durch Nebelwald, Furten und schmale Pfade; Nachtquartier in einem Weiler an der Schluchtwand
- Auskunft der Bewohner: vor einigen Monden zog eine größere mittelreichische Truppe mit Pferden durch den Pass, sichtlich von den Strapazen gezeichnet; sonst keine Truppenbewegungen
- Auf der Passhöhe die Passfestung des Reiches; die Gruppe gibt sich als Ordensangehöriger samt Begleitung auf dem Weg von Tuzak nach Boran aus und wird durchgelassen
- Warnung der Wache: östlich der Kette häufen sich Sichtungen von Echsenwesen
- In der Feste lagert kein Endurium; die Spur führt über die Passhöhe hinweg weiter gen Osten
- Kurz hinter der Festung eine übermannshohe Siegesstandarte des Kaiserhauses – der Ort, an dem Raidri Conchobair die Blutzwillinge bezwungen haben soll
Die Lichtung der Toten
- Hinter dem Pass verlässt die Spur den Weg wieder gen Süden
- Fünfhundert Schritt abseits eine Lichtung voller Aasvögel: die Überreste eines ganzen Banners der Drachengarde, dazu drei bis vier Pferde
- Keine Waffenverletzungen, keine Spuren eines Kampfes; die Toten liegen, als wären sie in ihrer Schlafstätte überrascht worden
- Über einer erkalteten Feuerstelle ein großer Kochkessel – Gift, dasselbe Vorgehen wie an der Mine
- Keine Spuren von Kampfmagie oder dämonischer Einwirkung
- Gefunden: Dienstbuch und lose Pergamente; der zugehörige Hauptmann lässt sich anhand der Abzeichen unter den Toten ausmachen
- Im Schriftgut erneut der Sonderbeauftragte Rallerau, der schon im Dienstbuch des dritten Banners auftauchte; keine Abzeichen, die auf den kaiserlichen Geheimdienst hindeuten
- Schluss der Gruppe: dies ist die ausgebliebene Ablösung, die das Endurium fortgeschafft und die vermeintlichen Bergbaukundigen in der Mine zurückgelassen hat
- Die Toten verbrannt, ein Boronsrad aus Steinen gelegt, Grabsegen gesprochen
- Die Enduriumspur zieht weiter gen Südosten – nun deutlich weniger Träger und ohne Pferde
Die Karte
- Am Wegrand ein zerschlissenes Pergament: eine Karte Maraskans von beachtlicher Qualität
- An der Ostküste, vor den vorgelagerten Inseln, ein eingezeichnetes Kreuz mit drei Zayat-Zeichen
- Deutung der Zeichen: Charyptoroth – damit eine Karte aus der Hand des Feindes
- Altechsische Schriften setzen die Erzdämonin mit einer uralten echsischen Gottheit gleich; eines ihrer Heiligtümer ist der Friedhof der Seeschlangen im Südosten der Insel
- Das Kreuz passt geographisch dorthin; Bezüge zum echsischen Zepter und zur Skrechu drängen sich auf
- Dass die Karte als falsche Fährte ausgelegt wurde, lässt sich nicht ausschließen – eine bessere Spur gibt es nicht
Am Friedhof der Seeschlangen
- Nach mehreren Tagen Marsch salziger Geruch, dann eine zwanzig Schritt hohe Klippe über einem fast meilenweiten Mangrovensumpf
- Überwucherte Gerippe von Seeschlangen, bis zu vierzig Schritt lang, säumen die Küste
- Auf einer Landzunge eine gewaltige Tempelruine im Stil einer echsischen Stufenpyramide
- Gut eine Meile vor der Küste ein Viermaster mit schwarzen Segeln, zahlreichen Geschützen und öligem schwarzem Rauch über dem Achterdeck
- Adson erkennt das Schiff wieder: es lag vor annähernd vier Götterläufen beim Kinderraub von Ruthor vor dem Lieblichen Feld, mit einem Dämonenschinder an Bord
Wochenlang hatte der Dschungel jeden Blick verschluckt, ehe die Wand aus Grün ohne Vorwarnung endete und die Gefährten am Rand der Klippe standen. Unter ihnen dampfte der Mangrovensumpf, und aus dem Schlick ragten die Rippenbögen längst verendeter Seeschlangen wie die Spanten gestrandeter Schiffe. Über der Landzunge erhob sich die Stufenpyramide gegen das gleißende Meer – und weit draußen, schwarz besegelt und in seinen eigenen Qualm gehüllt, lag der Viermaster vor Anker, als habe er auf sie gewartet.
Lagebesprechung – Erkenntnisse und offene Spuren
- Der Feind kämpft nicht, er vergiftet – an der Mine wie auf der Lichtung; der Verrat saß beide Male in den eigenen Reihen
- Die abgefangene Enduriumlieferung wurde von der eigenen Ablösung fortgeschafft und liegt nun in der Hand weniger Träger
- Der Friedhof der Seeschlangen gilt als Ort großer Macht – möglicher Ansatzpunkt, um die Spur des Zepters aufzunehmen
- Bekannte Fäden:
- Sonderbeauftragter Rallerau, in zwei Dienstbüchern der Drachengarde genannt
- Zepter aus dem Tempel von Ssel' Althach, aufzunehmen von einem Ort großen Schicksals und großer Macht
- Delian von Wiedbrück, Hilbert von Puspereiken und die Ausgrabungsstätte am Ostrand der Maraskan-Kette
- Auftrag der Kristallomanten aus Akrabaal: Zepter beschaffen, Tonkrug zerbrechen
- Arbeitsthese: Borbarad und seine Schergen; das Endurium dient einem Ritual im Zusammenhang mit der Skrechu
Entscheidung
- Der Enduriumspur bis zum Friedhof der Seeschlangen folgen
- Tempelruine und Schiff zunächst aus der Ferne beobachten, das weitere Vorgehen vor Ort entscheiden